Startup-Standort Hamburg

Hamburg verzeichnet pro Jahr knapp 100.000 Zuzüge – darunter viele GründerInnen mit frischen Ideen. Auch deshalb ist die Hansestadt einer der Hotspots der deutschen Gründerszene.

Startup, Hamburg

Prosperierende lokale Branchen wie Medien, E-Commerce, Aviation, Logistik und weitere sorgen zusammen mit dem starken Wachstum bei Coworking-Spaces und professionellen Förderangeboten für Gründungswillige – wie etwa die Startup-Unit von Hamburg Invest – für eine lebendiges Startup-Ökosystem.

Hamburger Startups schreiben regelmäßig Erfolgsgeschichten: Spiegel Online (1994) zählt zu den meistgeklickten deutschen Newsportalen, das soziale Netzwerk XING ist seit 2003 bei der Pflege von beruflichen Kontakten erste Wahl. Jimdo (2007) begeistert mit seinem Website-Baukasten ganz Europa, läuft auf 15 Mio. Internetseiten und konnte 2015 eine 25 Mio. Euro Finanzierung von VC Spectrum Equity gewinnen. Auch Unternehmen sind mit ihren Spinoffs erfolgreich: Collins (2013 gegründet durch die Otto Group) erfindet mit seiner Marke "AboutYou" das personalisierte Fashion-Shopping mobil und auf dem Desktop neu.

Die Gründungsdynamik in Hamburg ist rasant: Verzeichnete der "Hamburg Startup Monitor" der privaten Initiative Hamburg Startups im Jahre 2016 noch 430 junge und Digitalunternehmen, waren es 2017 schon über 640. Keine Überraschung, denn mit fünf Millionen Einwohnern und einem Einkaufsbudget von 24.000 Euro belegt die Metropolregion Hamburg in Deutschland und Europa vordere Plätze. Aus diesem Reservoir können junge Startups schöpfen, etwas mit Angeboten im B2C- oder B2B-Bereich sowie im Zusammenspiel mit Partnern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sowie vielfältigen Dienstleistungs- und Unterstützungsangeboten.

Startups brauchen exzellente Umfelder; Universitäten spielen hier eine wichtige Rolle. Von der Uni direkt zum Sieg beim Event Startups@ReeperbahnPitch – diese Erfolgsgeschichte schrieb 2016 Baqend, die sich um die Beschleunigung von Websiten kümmern. Über 112.000 Studierende, darunter knapp zehn Prozent aus dem Ausland, lernen und forschen an 36 Hochschulen in der Metropolregion. Startups, Unternehmen und Forschung vereinen sich immer wieder in hoch innovativen Förderprojekten zu den neuesten technologischen Trends – wie beispielsweise beim Hansebloc-Konsortium zum Thema Blockchain.

Die politische und lokale Verwaltung fördert die Wirtschaft mit insgesamt neun Clusterinitativen. Hier treffen sich Akteure aus zukunftsweisenden Branchen wie Medien, erneuerbare Energien, Logistik, Luftfahrt, Maritimes, Life Sciences und Kreativwirtschaft und vernetzen sich durch Arbeitskreise, gemeinsame Förderprojekte oder Events mit Wirtschaft, Startups, Wissenschaft und Forschung. Eine Cluster-Erfolgsgeschichte ist die Etablierung der Gamingbranche in der Stadt – Bigpoint, InnoGames und Goodgame Studios sind dem Startup-Status aber schon teilweise entwachsen.

Hamburg ist nicht nur profitabel, sondern auch extrem lebenswert. Als einzige deutsche Metropole schaffte es die Hansestadt in die Top 10 bei einer Studie des britischen Nachrichtenmagazins "The Economist" zu lebenswerten Städten. 2017 empfahl die New York Times die Elbmetropole ihren Lesern als "Oase für Architektur und Design". Mit der Eröffnung der Elbphilharmonie schenkte die Stadt dem ganzen Land ein neues und modernes Wahrzeichen.

Durch Events wie die OnlineMarketing Rockstars Konferenz gilt Hamburg auch als Werbe- und Onlinemarketinghauptstadt. Mehr als 20.000 BesucherInnen bekommen an zwei Tagen Know-how und Inspiration zu aktuellen Trends und können in Masterclasses ihr Wissen um Spezialthemen wie Programmatic Advertising und Social Ads erweitern. Anschließend locken die Bars und Cafes im Schanzenviertel, um Gehörtes und eigene Ideen zu neuen spannenden Projekten zu vertiefen.

Kurz: Hamburg liebt seine Startups und Gründer. Cluster, Wissenschaft sowie öffentliche und private Initiativen unterstützen junge Unternehmen mit Projekten, Events und durch direkte Investitionen.

Coworking

Mehr als 60 Coworking-Spaces finden sich aktuell  in der Hansestadt: Vom entspannten Betahaus in der Kreativnachbarschaft "Schanze" über den professionellen Mindspace in Nähe zum Rathaus bis hin zum kürzlich eröffneten WeWork mit seinen über 1.400 Arbeitsplätzen – Solopreneure, Startups und Unternehmens-Spinoffs finden zwischen Elbe und Alster schnell ein zu Hause.

Neben den bekannten Coworking-Marken gibt es in Hamburg auch eine Vielzahl von  spezialisierten Anbietern: So erledigen Eltern im Rockzipfel ihre Arbeit, während im Raum nebenan der Nachwuchs schläft oder spielt. Die FilmFabrique ist ein Coworking-Space speziell für Filmschaffende. Coworking ist auch in Unternehmen angekommen: So betreibt das Handels- und Dienstleistungsunternehmen Otto mit "collabor8" einen eigenen Space für die Belegschaft.